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Verhaltensproblem oder Verhaltensstörung?
Die meisten Verhaltensauffälligkeiten beim Hund entstehen durch Kommunikationsprobleme zwischen Hund & Halter, falsche Haltungsbedingungen (u.a. Stress, Langeweile, Bewegungsmangel, Einsamkeit) oder mangelhafte Sozialisation.
Was ist ein Verhaltensproblem?
Oft empfinden Hundebesitzer natürliche Verhaltensweisen ihres Tieres als unangebracht und störend, weil sie ihren eigenen Erwartungen nicht entsprechen oder von der sozialen Umwelt nicht toleriert werden, z.B. Jagen, Bellen, Markieren. Hier handelt es sich um unerwünschtes Verhalten.
Was ist eine Verhaltensstörung?
Eine Verhaltensstörung liegt vor, wenn es sich um ein Verhalten außerhalb des Normalverhaltens einer Tierart handelt bzw. wenn das Verhalten nicht zum normalen Verhaltensrepertoire gehört, z.B. extreme Angstzustände, Fixierungen und Stereotypien (ständiges und gleichbleibendes Wiederholen von bestimmten Verhaltensweisen, die keinen wirklichen Zweck erfüllen).
Beispiele für extreme Angstzustände: · Geräuschphobie (Gewitter, Feuerwerk, Schüsse etc.)
Beispiel für Fixierung: · zwanghafte Beschäftigung mit einem Gegenstand, z.b. einem Ball
· Rute jagen · ständiges Hin- und Herlaufen im Zwinger · Kratzen oder Graben Halluzinationsstereotypien
· Fliegenschnappen · Lichtreflexe jagen · Schattenstarren Vokalisationsstereotypien
· ständiges Heulen · eintöniges, konstantes Bellen
Komfortverhaltensstereotypien · Flankensaugen · Lecken, Kauen oder Kratzen der Gliedmaße Aggressionsstereotypien· Autoaggression · Angreifen des Futternapfes Fress- und Trinkstereotypien
· übermäßiges Trinken (Polydispie) · übermäßiges Fressen (Polyphagie) · Fressen von Kies oder Schmutz
© 2008 - 2010 Petra Markgraf-Sterl |